Theater Giswil

Fotos der letzten Produktionen finden Sie auf unserer Facebook Seite.

 

2017
Ehrend(r)amen

Autor: Beat Sterchi
Regie: Renate Adam

Im Ochsensäli wird „Anne Bäbi Jowäger.“ geprobt. Gotthelf zieht und ist ein sicherer Wert, sagt sich die heimische Laienspielgruppe. Doch wie sich zeigt, ist gar nichts „sicher“.

Das Stück beginnt mit der ersten Leseprobe und endet mit der Hauptprobe. In dieser Zeitspanne kämpfen die Spieler mit den ungewohnten Regieideen des deutschen Regisseurs, den erschwerten Produktionsbedingungen eines Dorftheaters und plagen sich mit trüben Privatgeschichten. Zum Glück gibt es im Ochsen „Ochsemuusalat“

2016
Annebääbi im Sääli

Autor und Regie 
Thomy Truttmann
Ein Stück von: eis-theater.ch

Drei Frauen über 50 suchen nach ihrer Entlassung im Hotelgewerbe neue Perspektiven in Beruf und Gesellschaft. Indem sie in die Vergangenheit zurückblicken und Geheimnisse preisgeben, erwachen Wünsche und Sehnsüchte für ihre ungewisse Zukunft. Mit viel Humor setzt sich das Frauentrio mit dem Älterwerden auseinander und schaut positiv und voller Power in die Zukunft. ENTFALTEN STATT LIFTEN!

als Beizentheater im Restaurant Krone Giswil

2015
Liebeszeiten

von Kurt Bösch
Regie: Lisa Bachmann

Wir schreiben das Jahr 2000. Ein alter Mann, vom Tod gezeichnet, bekommt im Pflegeheim Besuch von einer alten Frau. Sie kennen sich seit Kindheit. Es entwickelt sich eine tiefe Liebe. Und doch finden sie nie richtig zusammen. Ein schreckliches Ereignis führt zum endgültigen Bruch. Bis heute, an dem Tag da die alte Frau ins Heim kommt – mit Friede und Vergebung im Herzen. 

2014
Das Ende vom Anfang

Irische Komödie von Sean O'Casey
Regie: Zälli Beeler

Auf einem kleinen irischen Bauernhof lebt Bauer Darry mit Frau und Rind. Die Frau ist recht pflegeleicht aber das Rind braucht viel Zuneigung. Das Ende vom Anfang nimmt seinen Lauf mit einem kleinen Rollentausch. Darry will seinem Eheweib beweisen, dass sich das «bisschen Haushalt» im Handumdrehen erledigen lässt, derweil Lizzie das Umgekehrte behauptet und trotzig zum Traktorschlüssel greift.

An diesem Abend also mäht Lizzie die Wiese. Und Darry bricht ins wundersame Abenteuer der Hausarbeit auf, assistiert von seinem kurzsichtigen Freund Barry. Damit beginnt das Unheil. Denn man muss wissen: was Darry an die Hand nimmt, das erledigt er. Und zwar gründlich.

Das Experiment geht nicht ohne Verlust vonstatten: Stuhl- und Nasenbeine brechen, Fingerbeeren kommen abhanden. Und jeder Versuch, die  häusliche Ordnung wieder herzustellen führt nur noch tiefer ins Chaos. Gutgemeint stolpern die beiden Maulhelden in Richtung Weltuntergang, und bestätigen damit, dass sich auch eine Katastrophe zu zweit «besser» bewerkstelligen lässt. 

2012
Häxä machä

Freilichttheater nach einer wahren Geschichte
von Romano Cuonz

Regie: Annette Windlin

Presseberichte & Pressespiegel
Fotos auf Facebook

Nach bösen Gewittern trat 1629 die Laui über die Ufer. Was nicht niet- und nagelfest war, wurde mitgerissen. Was den Fluten standhielt, unter Schlamm und Geröll begraben. Neben vielen „Heimet“ zerstörte die Laui ausgerechnet auch die Kirche.

Menschen, die dieses Hochwasser unbeschadet überstanden hatten, gerieten leicht unter
Verdacht. Aufgebrachte Leute im Dorf vermuteten nämlich Schadenzauber. Der damalige
Pfarrer verdächtigte unbescholtene Bürgerinnen und Bürger. Er wurde zum unbarmherzigen Hexenjäger. Nicht einmal vor Kindern machte er Halt.

Die von Autor Romano Cuonz dramaturgisch umgesetzte Thematik basiert auf historischen Ereignissen. Mit der Darstellung von Verunglimpfungen und übler Nachrede – heute würde man es wohl Mobbing nennen – bleibt sie jedoch aktuell. Regisseurin Annette Windlin zeichnete in einem zeitlosen Spiel historische Gestalten: Feige und Mutige, hinterhältige Hexenjäger und schutzlose Gejagte.

 

2012
Tschinggä

Ein Stück Schweiz
von Adrian Meyer, Regie: Thomy Truttmann.

Zu Tausenden kamen sie zu uns, nicht aus Vergnügen, sondern aus purer Not. Hier wollten sie ein paar Jahre arbeiten und Geld verdienen, damit es ihre Kinder einmal besser haben.
1970 lebten in der Schweiz eine halbe Million italienische Gastarbeiter.
Dies entsprach der Einwohnerzahl der sechs Zentralschweizer Kantone Luzern, Schwyz, Zug, Uri, Ob- und Nidwalden. Zusammengenommen eine ganze Menge Leute, aber einzeln betrachtet fünfhunderttausend verschiedene Lebensgeschichten. Viele Schweizer sahen darin ein Problem: Manche wollten sie zurück schicken, andere wollten sie assimilieren. Aber niemand dachte daran, sie einfach nur bleiben zu lassen. Denn die meisten suchten nur eine anständig bezahlte Arbeit – eine Heimat hatten sie schon.

Die helvetische Komödie «Tschinggä» spielt just in der Woche vor der legendären «Schwarzenbach-Abstimmung», als die Schweizer Männer an der Urne zu entscheiden hatten, ob 300000 Ausländer unser Land verlassen müssen!
Wir begleiten die Italiener-Familie Pozzi durch die erste Juniwoche 1970 – möglicherweise ihre letzte in der Schweiz.

2011
Lang lebe Jacky Pott

Dorfkomödie aus Irland
frei nach Kirk Jones Film «Waking Ned»
Bearbeitung und Regie: Regina Wurster

Jacky Pott ist ein Sonntagskind. Nicht nur, dass er am beliebtesten Tag der Woche geboren wurde, nein, es schien auch von morgens bis abends die Sonne, was in Derrymore so selten vorkommt wie ein Lottosechser. Dies war für lange Zeit der glücklichste Tag in Jackys Leben. Bis an jenem Abend, als ihn das Lottoglück tatsächlich trifft und zwar mit solcher Wucht, dass sein altes Herz vor Glück stehen bleibt.
Jacky Pott hinterlässt nichts ausser den gewonnenen Millionen, vor allem keine Erben. Da wird das schöne Geld wohl an den Staat fallen, es sei denn: «Lang lebe Jacky Pott»!
Die liebevolle Komödie entwickelt sich zum schelmischen Gaunerstück, als die Dorfbewohner versuchen, den teuren Toten «am Leben» zu halten, bis die gewonnenen Millionen in Sicherheit sind.
2010
Hals über Kopf

Hals über Kopf
Beizentheater im Hotel Krone Giswil
Regie: Renate Adam

Die drei Damen auf der Bank sind in dubiose Machenschaften verwickelt. Aber anders, als man denkt, handelt es sich um eine Parkbank. Und beim Damentrio um eine mit allen Wassern gewaschene Witwe, eine überforderte Ehefrau sowie um ein überreifes Fräulein ennet der besten Jahre. Das wehrhafte Trio ist zwar vom Leben arg gebeutelt, aber unter der Orangenhaut lodert immer noch die Leidenschaft. Deshalb beseitigen sie, was ihrem Glück im Wege steht: Moral und Männer.
    Die messerscharfe schwarze Komödie des französischen Autors Jean-Claude Danaud beleuchtet die Schwächen des starken Gschlechts. Ein unverschämter, lustiger und haarsträubender Angriff auf die Emanzi­pation; mit allerliebster Situationskomik, die auf natürliche Art zum Lachen verführt.
2009
Holzers Peepshow



Beizentheater im Hotel Bahnhof Giswil
Regie: Thomi Truttmann

Familie Holzer lebt auf einem heruntergekommenen Berggut, auf halber Strecke zwischen dem wohl genährten Talboden und einem luxuriösen Bergkurort. Die Landwirtschaft rentiert nicht mehr. Der Skilift, der dem Vater jeden Winter einen Neben verdienst sicherte, wird automatisiert. Von den zahlreichen Touristen haben sie auch nichts, die halten bloss an, knipsen ein paar Fotos von Holzers romantisch verfallenem Heimetli und ziehen weiter.

Da hat Holzer Junior eine Idee. Die Touristen schauen doch manchmal zum Stubenfenster herein, um zu sehen, wie es so zugeht bei einer echten Schweizer Bauernfamilie. «Die wollen schauen, wie es ist. Weil es bei uns eben noch so ist, wie es ist». Warum also nicht den Fremden etwas Geld abluchsen. Holzers richten eine Peepshow ein. Bei Geldeinwurf geht der Vorhang auf und gibt den Blick frei in die heile Bauernstube. Zu ihrem Erstaunen haben sie Erfolg damit. Doch die Peepshow verändert Holzers vermeintlich idyllisches Leben, bald ist bei ihnen nichts mehr wie es war. Während die Familie nach aussen Bauerngemütlichkeit präsentiert, ist hinter der Fassade schon längst der Wurm drin.
2008
Eppis isch
Gschpässige Sagen und sagenhafte Geschichten aus Obwalden von Elisabeth Zurgilgen.
Regie: Reto Ambauen

«Eppis isch» pflegen die Leute zu sagen, nachdem sie eine unglaubliche Geschichte erzählt haben – und bevor sie die nächste beginnen. Dass «eppis isch» vermutet auch der pensionierte Wildhüter Sepp, als im Dorf seltsame Vogeleier auftauchen. Er befürchtet, dass der sagenhafte und grausame Blackvogel wieder seine Kreise zieht, wie in längst vergangenen Zeiten. Mit seinen Geschichten nimmt Sepp die Gäste des «Hirschen» mit in eine Welt jenseits der Wirklichkeit. Es sind gschpässige Sagen von wilden Sennen und übermütigen Geistern, von verrückten Schatzgräbern und bärenstarken Helden. Und schon ist es wieder einmal passiert: Die alten Sagen packen jene, die ihnen zuhören, versetzen sie in abgrundtiefes Staunen und lassen sie doch hin und wieder gerührt nachdenken – und vor allem befreit auflachen. Nach ihrer Rückkehr in die Realität merken die Gäste des «Hirschen» benommen, dass nach diesem Abend nichts mehr so ist, wie es vorher war.
2007
Lisis List

Regie: Reto Ambauen

«Lisis List» basiert auf der uralten griechische Komödie «Lysistrata», in der es darum geht, dass die Frauen den Männern das Kriegshandwerk legen wollen. Wie sie das machen? Natürlich mit den Waffen der Frau!
Was damals funktioniert hat, tut es heute noch: Ganz im Sinne ihres grossen Vorbildes, der einzigartigen griechischen Theater-Matrone Lysistrata, greift die kämpferische Lisi zur List mit der Lust – sie ruft einen unbefristeten Liebesstreik aus. Harte Zeiten brechen nun an. Die Enthaltsamkeit führt auf beiden Seiten zu allergrössten Nöten. Doch zurück in die heimischen Schlafzimmer führt nur ein Weg …

2006
Von Mäusen und Menschen

von John Steinbeck, Regie Elvira Plüss

Sie sind schon ein seltsames Paar, der gewitzte, kluge George und sein Freund, der bärenstarke, gutmütige Lennie. George hat sich zur Lebensaufgabe gemacht, für Lennie zu sorgen. Klug und geschickt richtet er wieder her, was der kräftige Lennie kaputt macht.
Gemeinsam ziehen sie übers Land, auf der Suche nach einer einträglichen Arbeit. Lennie, das grosse Kind, liebt es alles zu streicheln, was sich weich und zart anfühlt. Doch wegen seiner unbändigen Körperkraft überleben nicht alle seine Zärtlichkeiten.
Mit «Of Mice and Men» hat John Steinbeck wohl die schönste und gleichzeitig traurigste Männerfreundschaft der literarischen Welt beschrieben. Georges und Lennies Traum vom eigenen Stück Land tröstet sie in ihrem wurzellosen Dasein. «Schliesslich braucht der Mensch doch etwas worauf er bauen kann, wovon er sicher weiss, dass es am Morgen noch da ist.» (John Steinbeck)

2005
Unkraut

«Unkraut» von Fitzgerald Kusz Regie: Werni Fuchs, Malters
Mundartbearbeitung: Jakob Grünenfelder
Schweizer Erstaufführung im Theater Giswil
Seit Jahren wohnen die vier Gartenfreunde friedlich nebeneinander in der Reihenhaussiedlung. Ihr ganzes Leben dreht sich um den gepflegten Garten, ganz unter dem Motto «Säen und gesehen werden». Dementsprechend eifrig und gründlich gehen die Bewohner bei der Pflege ihrer Grünflächen zu Werke .
Die friedliche Idylle wird nur durch den neuen Nachbarn gestört, einen Lehrer, der in seinem Garten das Unkraut wachsen lässt und damit das schöne, einheitliche Bild der Siedlung zerstört. Ein solcher Garten ist eine ernste Bedrohung für richtige Gartenfreunde und bodigt jede gute Nachbarschaft.
Deshalb herrscht Krieg am Gartenzaun. Im Kampf gegen Samenflug und Nacktschnecken verbündet die Nachbarn gegen den Zugezogenen. Man greift man zu Motorsäge und Rasensprenger und zeigt dem anderen, was eine ordentliche Nachbarschaft ist, denn: «Wer seinen Garten verwildern lässt, mit dem kann man nicht reden».
2004
Das gefrorene Herz
Eine Geschichte von Xavier Koller
nach der Kurzgeschichte ’Begräbnis eines Schirmflickers’ von Meinrad Inglin

In einer bitterkalten Winternacht erfriert ein angeschnapster Schirmflicker und zwar exakt auf der Grenze zwischen den beiden Bergdörfern Hinterau und Vorderau. Sein alter Kumpel, der Korber, findet ihn am nächsten Morgen und meldet den Todesfall beim Gemeindepräsidenten von Hinterau. Dieser will aber keine Umtriebe und lässt den Toten statt dessen über die Grenze nach Vorderau schieben. Also meldet der Korber den Tod des Schirmflickers bei den Vorderauern. Diesen ist der arme Tote natürlich genauso lästig wie den Hinterauern. Aber schon mit ein paar verlockenden Andeutungen über die reiche Hinterlassenschaft des Verblichenen überlistet der schlitzohrige Korber die zwei Gemeindepräsidenten und mit einem Mal ist der erfrorene Schirmflicker heiss
2003
Gesegnete Mahlzeit
von Karl Wittlinger
Die Senioren in der «Pension Abendsonne» haben sich mit ihrem Schicksal längst abgefunden. Der Kaffee ist dünn, die Matratzen auch, die Chräpfli sind abgezählt und die Toilettenspülung ist so laut, dass nachts alle aufwachen, wenn mal einer muss.
Da kürzlich ein Platz freigestorben ist, warten die Pensionäre gespannt auf den Neuzugang. Und was für einer da kommt: Es zieht die pfiffige und sturmerprobte Elfie K. ein, die – gerade aus dem Gefängnis entlassen – schon am ersten Tag im neuen Heim eine «Palastrevolution» anzettelt und sich gegen das strenge Diktat der Heimleitung wehrt. Weil das aber nicht recht nützen will, besinnt sich Elfie auf ein wirksameres Mittel: Zwei Messerspitzen «Mäuse-Tod» und eine Messerspitze «Schnecken-Ex» – diese Dosis sollte ausreichen, um den Zwist mit der Heimleitung ein für alle mal zu beenden.
Schweizer Erstaufführung, Mundartfassung bei Jakob Grünenfelder.
Zweites Beizentheater im Hotel Bahnhof.

2002
Isch äs rächt gsi?


 
Eine mehrgängige Komödie von Roland Moser
Der Schausteller August hat es zu etwas gebracht. Als er mitten in der Saison stirbt, hinterlässt er ein kleines Vermögen, eine elektrische Geisterbahn, eine untröstliche Gemahlin – und einen letzten Wunsch: Seine rührige Gattin Lina soll die biedere Verwandschaft in die noble «Goldige Birne» einladen.
Gastspiel bei der "Remise Bühni" in Jegenstorf.
EXPO 02
Chapeau, Monsieur Tell! / Des Kaisers Hut

 
Die andere Tellgeschichte – eine Richtigstellung von Geri Dillier
Strassentheater an der Expo 02 in Yverdon-les-Bains

2001
Güdelmäntig

 
von Thomas Hürlimann
«Mier Sargschriner stärbid immer am Güdelmäntig», meint Sargtoni. «Das war schon bei meinem Urgrossvater so und bei meinem Grossvater, und mein Vater, dass weiss ich genau – auch er ist an einem Güdelmäntig gegangen.» Doch dann tauchen zmitzt im Sommer drei fasnächtliche Figuren auf; ein Teufel, eine Katze und ein schwarzer Geiger. Zu dritt hetzen sie das ganze Dorf zu einer unzeitigen Fasnacht auf. Ist es die Sommerhitze? Oder sind Dämonen am Werk? Niemand kann sich der urgewaltigen Kraft der Fasnacht entziehen. Für Sargtoni steht mehr auf dem Spiel als die gute alte Ordnung, denn «Sargschriner stärbid immer am Güdelmäntig».

2000
Hilfe, ich werde geheiratet

 
von Franz Xaver Kroetz
 Mit unserer 40. Theateraufführung kehren wir noch einmal zu unseren Wurzeln zurück. Das Stück «Hilfe, ich werde geheiratet» von Franz Xaver Kroetz, ist eine Parodie auf die Theateraufführungen vergangener Zeiten.
Was erwartet Sie also im Bahnhofsaal? Ich kann Ihnen versichern, dass Sie wieder einmal nach Herzenslust Tränen lachen können, während auf der Bühne die Bäuerin Kathri, ihr Bub Peter und der Knecht Wisi gegenseitig Heiratspläne schmieden und sich darob mit Witz und Ironie in die Haare geraten.
Erstes Beizentheater im Hotel Bahnhof.
Gastspiele in der Gewürzmühle Zug.
Teilnahme an der Bienale 2000 auf der Lenzerheide.
1999
Polenliebchen
von Paul Steinmann
1942 herrscht Krieg. Nicht in der helvetischen Idylle, aber ennet der Grenze. Die meisten Männer des Dorfes sind im Aktivdienst und die alltägliche Last bleibt an den Frauen hängen. Nicht nur tagsüber fehlen die Männer, nein, auch nachts.
Doch da naht Hilfe von internierten polnischen Soldaten, die im Dorf einquartiert werden. Zwar ist jeder private Kontakt zu den Internierten untersagt. Aber die Phantasie der darbenden Frauen lässt sich nicht verbieten. Und schon gar nicht, wenn die fremden Männer ihre wundersamen Lieder singen und ihren exotischen Charme spielen lassen.
Zum 1. August probt der «gemischte Chor», der eigentlich nur noch aus Frauen besteht, Szenen aus Willhelm Tell. Mangels vorzeigbaren Männern überreden sie den Kommandanten des Internierungslagers, ein paar starke Polen für die Nationalfeier freizustellen.
Da beginnen es da und dort im Weibervolk zu funken und zu lodern ...

1998/99
Schlafzimmergäste

 
von Alan Ayckbourn
 «Schlafzimmergäste» erzählt von vier Paaren, drei Schlafzimmern und vom possierlichen Schrecken einer einzigen Nacht. Gleich zum Auftakt des Abends ruinieren Susanne und Roli die Einweihungsparty des zweiten Paares. Alsdann Susanne Hals über Kopf gehen will, findet sie ihren Mann in den Armen seiner Ex-Geliebten Pia. Den Rest der Nacht verbringen die beiden fortan auf der Suche nach Trost, Schlaf und Beischlaf. Dabei verscheuchen sie unerbittlich die Nachtruhe aller Beteiligten. Auf ihrer Tour durch fremde Schlafzimmer erfahren Sie alles Wichtige über Frauen, Männer und andere Problemzonen. Dabei stellt sich heraus, dass alle Protagonisten in ihrem Ehebund bisweilen nicht Herr der Lage sind. Rolis Mutter Olga beispielsweise empfiehlt, die Augen zu schliessen, «wenn der Sex seine hässliche Fratze zeigt» und Gastgeberin Kathie denkt an Bodenbeläge, wenn ihr Mann Guido «ihr sein Letztes gibt».

1998
Das elektrische Herz
von Karl Wittlinger
Emil ist ein Gelegenheitsarbeiter. Das heisst, er geht der Arbeit nicht nach, aber gelegentlich holt sie ihn ein. Und heute morgen hatte sie ihn wieder einmal voll erwischt.
Urinierend hatte er am Gartenhag gestanden, ein stattliches Anwesen betrachtet und seinen Harnstrahl durch den Zaun auf blasserschrockene Primeln gerichtet. Genau in diesem Moment eilte vom Landhaus her ein armefuchtelnder Mensch auf ihn zu und begann ohne Grund mit ihm zu streiten.
So geriet er in die grünbedaumten Fänge des Garteneigners, der ihn in der Folge nötigte, seine Verfehlung durch mehrstündige Gartenarbeit abzutragen.
Da half nur noch eins - die Flucht in die Arme der Medizin. Darum lag er bald, starr erschrocken angesichts der drohenden Arbeit, im üppigen Ziergehölz. Kurz darauf beugten sich die ersten warmherzigen Krankenschwestern über ihn ... gutes Essen ... weiches Schlafen ... vielleicht gar eine regelmässige Rente?
Ruhe kehrte ein in seinen fleischigen Tiefen. Ja, das ist ein gesundes Leben.

1997
Besuch am Wochenende

von Arthur Watkyn.
« Eine ganz normale Familie am Freitagabend. Frühe Abenddämmerung. Ein ganz normales Wochenende bricht an. Familie Linder erhält Besuch. Eine scheinbar idyllische Szene. Aber dieser unheimliche Besucher liefert den Alptraum frei ins Haus... Wer ist Täter? Wer ist Opfer? Wer ist schuldig? Unschuldig? Die Antwort auf diese Fragen führt die Familie Linder nahe an den Abgrund. Dieser «Besuch am Wochenende» ist aber nicht nur ein beklemmendes Kriminalspiel sondern auch eine augenzwinkernde Familienkomödie, bei der weder subtile Spannung noch heitere Szenen zu kurz kommen. »
Felix Linder atmet die warmen Kaffeeschwaden ein. In der Ferne klatschen irgendwo Schritte auf das nasse Pflaster. Da, hat es nicht eben geläutet an der Tür? Felix Linder schraubt zufrieden die Giftflasche zu. Das Pulver wird sich schnell auflösen im heissen Kaffeewasser. Der späte Besucher kann kommen, ein für alle mal.

1996
Das Haus in Montevideo

 
von Curt Goetz
 Im Haus in Montevideo dreht sich alles um die geheimnisumwitterte Marie Nägeli. Ihr Bruder, Professor Dr. Traugott Hermann Nägeli, Lehrer für Germanistik, Latein und Griechisch am Gymnasium eines beschaulichen Städtchens, irgendwo in der Schweiz, ist ein langjähriger Kämpfer für Zucht und Ordnung. 
Der wohlgeordnete Haushalt dieser sittenstrengen Musterfamilie wird aber arg durcheinander geschüttelt, als Nägeli vom verlockenden Testament seiner vor Jahren verstossenen Schwester erfährt. Diese hat nähmlich ausgerechnet ihrer Nichte Atlanta, der Ältesten der Nägelikinder, ein Haus in Montevideo und ein beachtliches Vermögen vermacht. 
Aber eben: An das Testament ist eine kleine, moralisch nicht ganz einwandfreie Bedingung geknüpft...

1995
Selenwanderung

 
von Karl Wittlinger
 «Seelenwanderung» erzählt die Geschichte von den Freunden Fridel und Bum, von denen der eine seine Seele verpfändet. Ganz einfach darum, weil er eine gute Seele ist und sie ihn hindert «seine Chancen wahrzunehmen». Der Autor bedient sich einfachster Mittel und einer unzimperlichen Sprache. Dennoch fehlt es nicht an hauchfeiner Poesie. In die locker hingestreuten Szenen, die oft ein Schmunzeln hervorrufen, fällt unvermittelt ein Tropfen ernster Nachdenklichkeit. So lässt uns das Stück nie vergessen, dass es einen Teil unseres Lebens wiederspiegelt.

1994
Man lebt nur einmal...
von Moss Hart und Georges S. Kaufmann
Das Familienstück spielt im Jahre 1936 in New York und handelt von einer ganz und gar nicht durchschnittlichen amerikanischen Familie. Im Gegenteil: Der Schwiegersohn unterhält im Wohnzimmer eine Druckerei und spielt Vibraphon, die Mutter versucht sich als Schriftstellerin, während im Keller mit Sprengstoffen experimentiert wird. Kaum erstaunlich, dass die eine Tochter seit Jahren vom Ruhm als Primaballerina träumt und ihre Pirouetten selbstverständlich auch im Wohnzimmer einstudiert, natürlich direkt neben dem Schlangengehege des Grossvaters, der übrigens seit fünfunddreissig Jahren keine Steuern mehr bezahlt, weil er für die Einwohnerkontrolle nicht mehr existiert...
Die Komödie «You can't take it with you», geschrieben vom amerikanischen Autorenteam Moss Hart und George S. Kaufmann, ist im Grunde der hoffnungsvoll-naive Traum von einer Gesellschaft, in der sich jeder selbst verwirklicht und trotzdem den Nachbarn nicht gleich umbringt - eine friedliche Koexistenz von Aussteigern, Spinnern und Angepassten.
1993
Die bessere Hälfte

 
von Alan Ayckbourn
Ein Mann und eine Frau kommen aussergewöhnlich spät nach Hause. Ihre Ehepartner versuchen unabhängig voneinander, dem Geheimnis der nächtlichen Eskapade auf die Spur zu kommen. Dabei wird ein drittes Ehepaar in die Affäre verstrickt. Auf zwei Schauplätzen gleichzeitig entwickelt sich ein turbulentes Spiel mit überraschenden Wendungen, neuen Kombinationen und Komplikationen.

1992
Guetnacht Froi Wiedercher
von Arthur Lovegrove
 Heinz Weber, ein biederer Schweizer in gesetzten Jahren und sehr geregelten Lebensumständen freut sich mit seiner Frau und seinen drei Kindern auf die kommenden Festtage. Seine älteste Tochter Jacquelin wird Viktor Stalder, den Sohn seines Geschäftspartners heiraten. Doch da kommt Frau Wiederkehr. Sie hatte einen Traum, und ist darum extra den weiten Weg von Oberbach bis hierher gefahren.
Und alles wird anders.Wird nun wirklich geheiratet? Und wenn ja, wer heiratet wen? Frau Wiederkehr weiss es.
Jacquelin könnte so glücklich sein mit Ihrem Viktor, aber da ist auch noch ihre jüngere Schwester Susanne und ihr vorlauter Bruder Nicki. Und weiche Rolle spielt der plötzlich auftauchende Roger? Frau Wiederkehr weiss es.
Was hat die Katze in der Küche zu suchen, und was ist mit der Uhr von Helens Vater? Frau Wiederkehr weiss es. Sie weiss alles. Im voraus.
Nach zwei Stunden turbulentem Spiel wissen auch Sie alles über die Familien Weber und Stalder, aber wo sind die Geschäftsunterlagen von Herrn Stalder senior? Frau Wiederkehr weiss es.

1991
Ises chli Dorf
Freilichtaufführung nach Thornton Wilders "Our Town"
1991
Bezahlt wird nicht!


 
von Dario Fo
 Wir befinden uns in einer norditallenischen Stadt Ende der 60er Jahre. «Bezahlt wird nicht!» beschliessen die Frauen, packen ihre Taschen voll und eilen als Schwangere getarnt nach Hause. Die Ware muss versteckt werden, weit die Männer gegen illegale Aktionen sind. So beginnt ein Verwechslungsspiel mit zwei Hausfrauen, ihren Ehemännern, zwei Polizisten, einem Sargträger und der heiligen Eulalia.

1990
Der Trauschein

 
von Ephraim Kishon
Daniel Brozowsky, selbständiger Installateur, und seine Frau Ella sind seit 25 Jahren legitim verehlicht wie sie meinen. Tochter Vicky, im heiratsfähigen Alter, verlobt mit dem ehrenwerten Statistiker Robert, ist auf dem Weg zum Standesamt. Das Hochzeitskleid ist entworfen und fast fertig genäht, Roberts Mutter, eine besonders akkurate Dame, in höchster Aufregung, dass alles den vorgeschriebenen Weg des Anstandes und des Gesetzes geht, da fehlt plötzlich der Trauschein von Ella und Daniel... Die turbulenten Ereignisse spitzen sich zu, als Bunky in das Leben der Familie Borzowsky tritt.

1989
Eine ganz gewöhnliche Geschichte

 

von Arthur Wüthrich Aufführung anlässlich der ZSV-Delegiertenversammlung im Mai 1989 in Giswil.
Mit diesem Stück nahm der Theaterverein Giswil an den Theatertagen in Aarau teil.
1989
Das Geld liegt auf der Bank

 
von Curth Flatow
 Schelme sind sie alle, der Autor ebenso wie die Kinder seines humorigen Geistes: Gustav Kühne, «der kühne Gustav», seines Zeichens Kunstschlosser mit einer Vorliebe für hübsche kleine Banken, sein Gegenspieler, der «Graphologe», Kriminalkommissar Berger. Kühnes Söhne Alfred und Walter werden mit Ohrfeigen zu präzise denkenden Mitarbeitern erzogen und auf diese Weise für ihr Leben, das sich ein Stockwerk höher abspielt, vorbereitet. Es wäre aber ein polizeiwidriges Vergehen, auch nur eine Silbe dieses Vorspiels, das ein Nachspiel hat, hier zu verraten.

1988
Schatz, da bini

 
von Jack Popplewell
 Edith Meier, eine temperamentvolle Frau, die in ihren vier Wänden beinahe umkommt vor Langeweile.
Andreas Meier, ein müder Ehemann, der als Geschäftsmann erfolglos bleibt.
Ein Rollentausch drängt sich auf, eine tolle Idee, die alles verändert.
«Schatz, da bini» ist eine Komödie, welche ein neues Rollenverständnis von Mann und Frau demonstriert.
Dieses Stück wurde vom Schweizer Fernsehen DRS aufgezeichnet.
1987
Pension Schöller

 
von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby
Philipp Klapproth, ein gemütlicher, schon etwas älterer Junggeselle wird am Stammtisch immer wieder gehänselt weil er noch nie etwas Aussergewöhnliches erlebt hat.
Sein in der Stadt lebender Neffe Alfred soll ihm die Teilnahme an einem Gesellschaftsabend in einer Nervenheilanstalt ermöglichen.  Damit möchte er dann am Stammtisch entsprechend auftrumpfen. Alfreds Freund hat eine prima Idee. Statt in eine Irrenanstalt führen sie Onkel Klapproth in die Pension Schöller, eine Familienpension mit etwas verschrobenen Gästen. Was der mit Vorurteilen belastete Klapproth dort alles mitmacht und erlebt ist unbeschreiblich...
1986 Der Ehestreik
1985 Zäh Tag Gratisferie
1984 Gäld regiert d Wält
1983 Uisgsorged
1982 Friälig im Biochehof
1981 Äs Happy End im Buirähuis
1980 Ä Ma im beschtä Alter
1979 Yversucht
1978 Das chunt i dä beschtä Familiä vor
1977 Alles für d Chatz
1976 E tolli Familie
1975 D Schwarztanne-Lawine
1974 S Chorbflicker Rosi
1973 Sturm uberem Joch
1972 Chriizworträtsel
1971 Die spanische Fliege
1970 E glatti Stürmoral
1969 S Verlägeheitschind
1968 Jungs Volk - wildi Wasser
1967 S Chööler Fränzi
1966 - Wegen Maul- und Klauenseuche kein Theater -
1965 Wulche über dr Schwand
1964 D Älplerchilbi
1961 Ds Amtsgricht vo Waschliwil
1960 Dr Schällechüng

 

Gestaltung & Programmierung Hinz + Kunz Werbeagentur